Eine überraschende Zeitreise


Autor: Dark angel1994

Kapitel 5

Mike fing Link und die Weisen auf dem Weg zum Teufelsturm ab.
„Hey Mike, was ist denn?“
„Naja, Link, das Master-Schwert hat seine Kraft verloren.“
„WAS?... Wie konnte das passieren?“
„Ich habe keine Ahnung, aber das hier hat Melina für dich besorgt.“
Er streckte Link die Schattenklinge entgegen.

„So, das hat sie … Moment mal, heißt das etwa, du hast zugelassen, dass sie sich in Gefahr begibt?“
Mike sah zu Boden.
„Entschuldige, aber ich konnte da nichts zu, sie… sie ist abgehauen und naja, ich habe sie wieder zurückgebracht.“
„Hmm… Verstehe. Nun gut, ich danke dir für die Warnung und für die Waffe, aber es wäre besser, wenn du jetzt nach Hause gehen würdest.“
„Nein, ich möchte mit euch gehen… Ich… ich möchte kämpfen.“
„Naja, wenn es dein Wunsch ist, dann…“
Noch bevor Link den Satz beenden konnte, fiel Zelda ihm ins Wort.

„LINK! Du willst doch nicht etwa ein Kind zum Kämpfen motivieren, oder? Du solltest dich schämen!"
„Ach Zelda, jetzt sei doch nicht so, schließlich möchte er doch nur helfen.“
„Dessen bin ich mir bewusst, aber…“
„Zelda, bitte“ flehte Mike.
„Na gut, aber bitte pass auf dich auf.“
„Mhm, das werde ich.“
„Gut, nachdem das geklärt ist… können wir ja los“ sagte Link.

In der Zwischenzeit wachte Melina auf. Stark benommen sah sie sich um.
„Geht es dir besser?“ fragte eine bekannte Stimme. Melina sah auf, es war Mikes Vater Koji.
„J…ja, glaub schon“ sagte sie.
Koji sah sie skeptisch an und näherte sich ihr. Er legte seine Hand auf ihre Stirn.

„Nein, dir geht es nicht besser, du hast hohes Fieber“ sagte er, während er seine Hand wieder zurück zog.
„Und w…wo ist Mike?“ fragte sie, um das Thema zu wechseln.
„Er ist losgezogen, um Link das Schwert zu bringen, aber… Ich glaube, er hat ihn dazu überredet, mitzukämpfen“ sagte er nachdenklich. Melinas Augen weiteten sich.
„Wie bitte, er… er kann doch nicht einfach… ach, verdammt, ich… ich muss los“ sagte sie und sprang auf, doch Koji hielt sie fest.

„Halt, halt, halt… Du… gehst nirgendwo hin, das einzige, das du machen wirst, ist dich ausruhen.“
„A…aber ich…“
„Kein aber, du legst dich jetzt wieder hin und ruhst dich aus“ sagte er streng.
Sie sah zu Boden und ging dann wieder ins Bett. Koji nickte zufrieden und verließ den Raum. Melina wartete noch etwas ab, dann sprang sie rasch auf und verwandelte sich in einen Spatz. Dann flog sie aus dem Fenster, auf dem Weg zum Schloss.
Als sie dort ganz oben im Thronsaal landete, war Link bereits gegen Ganondorf am kämpfen.

Ganon verpasste Link einen harten Schlag, sodass er weit weg am Boden lag. Mike ergriff die Schattenklinge und rannte auf Ganon zu, doch noch bevor Ganons Schwert Mike durchbohrte, verwandelte sich Melina zurück und sprang dazwischen.
Ab dann hüllte Stille den Raum.
Ganondorf sah sie mit aufgerissenen Augen an, die mit Entsetzen gefüllt waren. Melina fiel direkt in Mikes Arme, seine Wangen waren in Sekundenschnelle mit Tränen benetzt.

Wütend und voller Verzweiflung sagte er: „Verdammt, was bringt dir die Herrschaft, wenn du sogar dein eigen Fleisch und Blut umbringst?“
Ganon sah Melina an.
„Ich… ähm, das habe ich nicht gewollt.“
Ein erschreckendes Stöhnen durchfuhr den Raum. Was war nur mit Ganondorf los, dass er plötzlich nett war? Schwächelnd sah Melina auf.
„Mike, an Ganons Hinterkopf befindet sich ein k…kleiner Parasit, der für sein Verhalten verantwortlich war.“
„Wenn ich den entferne, wird er dann wieder normal?“
„Ja, davon gehe ich a…aus.“

Ganon hielt sich den Kopf.
In der Zwischenzeit übergab Mike Melina an Link, dann ging er zu Ganon und verpasste ihm die Rechte, sodass er zu Boden fiel. Der Parasit löste sich von seinem Hinterkopf und lag am Boden.
Mike trat drauf und zerquetschte ihn.
Melinas Augen schlossen sich, sie atmete nicht mehr. Link rüttelte sie.

„M…Melina, wach auf… BITTE, WACH AUF!!“ schrie er verzweifelt, doch sie rührte sich nicht.
Mike kniete sich neben die beiden und weinte. Voller Trauer nahm er Melina in den Arm.
Ganondorf wachte auf und taumelte zu Link und Mike. Er packte ihn an den Schultern und zog ihn von Melina weg.

„Mach Platz, du Bengel, ich muss meine Tochter retten“ entfiel ihm, bevor er sich dann neben Melina kniete und seine Hand auf ihre Wunde legte.
Mit viel Anstrengung sorgte er dafür, dass sich die Wunde schloss und Melina wieder zu atmen begann. Sie öffnete ihre Augen und sah ihn an, behutsam half Ganon ihr, sich aufzusetzen.
„I…ist es jetzt vorbei?“
Ganon nickte.
„Ja, es ist vorbei, das Böse hatte von mir Besitz ergriffen und dein kleiner Freund hat es im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleichgemacht.“
Mike nährte sich und umarmte Melina. Link sah zu Boden.

„Melina, gewöhn dich bitte nicht zu sehr an Mike, denn… Du musst in deine Zeit zurück.“
Melina nickte traurig, doch dann ergriff Ganon das Wort.
„Einen Moment mal, sie ist meine Tochter und wenn man es so betrachtet, kann sie selbst entscheiden, wo sie bleiben will.“
Link kratzte sich den Kopf.
„Wenn man's so betrachtet, dann hast du recht, König der Wüste.“
Ganondorf nickte. Melina dachte gar nicht lange nach und sagte: „Gut, wenn das so ist, dann bleibe ich hier.“

Mike lächelte sie an und küsste sie und somit stand es fest, dass Melina bei ihrem Freund Mike und ihrem Vater Ganon blieb.
Hin und wieder besuchte sie auch Link und Zelda, da sie ja auch mit ihnen verwand war und somit wurde Hyrule wieder neu aufgebaut und ein neuer Anfang begann für das Land und seine Völker.

Recht bald verlobten sich Mike und Melina und sie waren zusammen ein perfektes Pärchen.