Eine überraschende Zeitreise


Autor: Dark angel1994

Kapitel 4

Die Weisen zerbrachen sich nach Links Ankunft den Kopf.
"Vielleicht hat Ganon ja Melina hergeholt, weil ihm wirklich was an ihr liegt" sagte Salia.
"Quatsch, du weißt schon, dass wir hier von Ganondorf, dem König der Gerudos, reden, oder?" entfiel Naboru.
"Ich fürchte, ich muss Naboru recht geben, Salia, denn Ganon besitzt sowas wie Gefühle nicht" sagte Link.
Zelda überlegte und dann fiel es ihr ein: "Ich weiß, warum Ganon sie gezeugt hat" sagte sie und sah zu Boden.
"So, dann lass mal hören, Prinzessin!" erwiderte Naboru.

"Naja, Melinas Mutter ist eine unserer Vorfahren und, naja, weil Ganon sich mit ihr verbunden hat, haben sich auch zwei Trifocemächte zusammengetan, und zwar das Trifoce der Weisheit und der Kraft, und somit besitzt Melina mehr Kraft als Ganon. Ich vermute, er wird versuchen, ihr die Energie auszusaugen."
Link sah zu Boden. "Das klingt einleuchtend, wir sollten dem allen schnell ein Ende setzen bevor es zu spät ist."
Die Weisen stimmten ihm zu und begannen, sich für den Kampf gegen Ganon vorzubereiten.

In der Zwischenzeit wurde Melina wieder wach, es war stockdunkel draußen, sie sah sich um und bemerkte, dass Mike nicht mehr im Zimmer war, darum stand sie auf und sah dann aus dem Fenster.
Sie hörte eine Stimme in ihrem Kopf: "Kind, hör mir zu, das Masterschwert hat keinen Nutzen mehr gegen Ganon, er hat der Heiligen Klinge ihre Macht gestohlen, geh, geh zum Friedhof und erhalte dort die Schattenklinge. Beweise deinen Mut und meistere die dort anliegende Prüfung."

Melina fand es zwar etwas angsteinflößend, aber dennoch war sie entschlossen dieses Schwert zu besorgen. Sie wusste auch schon wie sie das Haus verlassen könnte, ohne das sie Koji oder Mike entdeckten. Zumindest hoffte sie das.
Sie nahm die Gestalt einer kleinen weißen Maus an, dann verließ sie das Zimmer und lief die Treppen runter.
Zunächst versteckte sie sich hinter einem der Geländerpfosten, denn genau vor der Treppe stand Mike. Er wollte grade hoch gehen um nach ihr zu sehen.

"Jetzt aber schnell, bevor er merkt, dass ich weg bin" dachte sie nur.
Sofort rannte sie los, doch zu ihrem Pech war die Haustür zu. Trotz alledem rannte sie drauf zu.
Plötzlich trat ihr jemand auf den Schwanz. "Nanana, wo wollen wir denn hin?" sagte Koji mit einem Grinsen.
Melina fiepste vor Schmerzen.
Koji verdrehte die Augen.

"Tu nicht so, Link hat mir erzählt, dass du deine Gestalt verändern kannst."
"Bitte Koji, lass mich gehen. Link kann nicht gegen Ganon kämpfen, das Masterschwert hat seine Kraft verloren. Ich muss die Schattenklinge besorgen."
"Bei deinem Zustand wäre es nicht ratsam, sich in Gefahr zu begeben. Außerdem, was soll Mike denn sagen, wenn du plötzlich weg bist, hmm? Hast du schon mal darüber nachgedacht?"
In diesem Moment rief Mike: "Vater! Melina ist verschwunden!"

"Nein, das ist sie nicht" antwortete Koji.
Melina riss sich loss und quetschte sich dann durch den Türspalt. Koji nahm es gelassen, schließlich war es ihre Entscheidung, was sie tat. Dennoch sollte er auf sie aufpassen.
Als Mike die Treppe runtergerannt kam, sagte Koji: "Sie ist zum Friedhof gegangen."
"Bitte WAS? Wieso hast du sie gehen lassen?"
"Ich habe sie nicht gehen lassen, sie ist abgehauen."
Ohne noch ein Wort zu sagen, rannte Mike los.

Melina kam am Friedhof an, dort musste sie sich kurz ausruhen, da sie noch sehr geschwächt war. Plötzlich berührte sie jemand.
Melina erschrak und drehte sich um. Mike sah sie etwas verärgert an.
"Warum bist du abgehauen, du solltest doch liegen bleiben!"
"Mike, ich habe keine Zeit zum diskutieren, ich muss die Schattenklinge besorgen!"
"Du besorgst jetzt garnichts, du kommst mit, klar!"
Melina schüttelte den Kopf.
"Nein Mike, ich werde jetzt das Schwert holen, bevor Ganon Link zur Strecke bringt."

Während sie das sagte, ging sie ein paar Schritte zurück.
"Melina bitte" flehte Mike. Melina holte Luft und wollte grade etwas sagen, als plötzlich der Boden unter ihr nachließ.
Man hörte nur noch einen lauten angsterfüllten Schrei.
Mike rannte zu dem Loch, in der Hoffnung, dass er Melina noch packen könnte, aber vergebens.

"MELINA BIST DU OK??!!!"
"JA, SO EINIGERMAßEN" hallte es nach oben.
"BLEIB WO DU BIST, ICH KOMME RUNTER!!!"
"NEIN, BLEIB OBEN!"
"VERGISS ES, IN DEINEM ZUSTAND LASSE ICH DICH NICHT ALLEINE!"

Nach diesem Satz sprang er hinunter, doch die Landung machte ihm nichts, es war für ihn eher wie ein kleiner Hopser als ein tiefer Fall. Rasch packte er Melina, bevor diese wieder abhauen konnte.
Diese sah sich um. "Hey, da ist ein Gang, hier muss doch irgendwo die Schattenklinge versteckt sein."
"Ja, kann sein, das schlag dir jetzt aber mal schnell aus dem Kopf. Wir, oder besser gesagt du, wirst dich hier nämlich nicht umsehen, denn DU gehörst ins Bett!"
Melina riss sich los. "Bleib mal locker!"
Mike schwieg fürs erste.

Melina ging durch den dunklen Gang, die Luft dort unten war drückend, eine schwere Tür trennte den Gang von einem Raum. Ein großes goldenes Schloss hang vor der Tür.
"Tja, da kommste wohl nicht rein. Na dann komm, wir gehen, Melina."
"Halt, warte, dort oben hängt ein Schlüssel. Wenn ich es richtig mache, kann ich ihn von dort oben hohlen."
"Und was gedenkst du zu tun?" fragte Mike.
"Na, ich werde mich verwandeln!"

Und bevor Mike ihr noch widersprechen konnte, verwandelte sie sich in einen Falken. Dann flog sie hoch auf dem Weg zum Schlüssel.
Mike überlegte "Hmm, irgendwie ist das alles hier zu einfach."
"Melina, sei bitte vorsichtig!"
"Ja, schon klar."
Doch zu seiner Überraschung ging nichts schief, auch als Melina den Schlüssel hatte, passierte nichts.

Ohne weiter drüber nachzudenken, verwandelte Melina sich zurück und schloss dann die Tür auf.
Melina ging hinein, Mike folgte ihr. Es war ein riesengroßer Raum, wo sich in der Mitte eine große Plattform befand. Ringsherum umgab sie schwarze Lava.
"Halt, Melina du gehst dort nicht hin, komm, wir waren schon viel zu lange hier."
"Nein, ich bringe das jetzt zu Ende."
"Melina, bitte sei nicht dumm."
Sie ignorierte Mike und ging auf die Plattform, doch Mike kam nicht, er konnte sich nicht mehr bewegen, denn ihn umgab ein Kraftfeld, woraufhin eine tiefe, unheimliche Stimme folgte.

"Nur einer darf die Plattform betreten."
"MELINA, SEI BITTE VORSICHTIG!!" rief Mike ihr nach, Melina nickte und ging dann weiter auf die Mitte der Fläche zu.
Dort stand ein schwarzer Stein in dem sich ein schwarzes Schwert befand. In der Klinge war eine silberne Schlange eingraviert.
Sie berührte den Griff des Schwertes und es war ihr ein Leichtes, es herauszuziehen, sie bewunderte die Klinge des Schwertes.
Als plötzlich die Erde anfing zu beben, erschrak sie und sah sich um.

Aus einer dunklen Ecke des Raumes kam eine Schwarze echsenartige Gestalt zum Vorschein. Sie besaß drei lange Hälse und am jeweiligen Ende der Hälse befand sich ein Kopf. Zitternd schritt Melina zurück.
"D-das Vieh kommt mir bekannt vor, aber wo habe ich es schon mal gesehen?"
Melina überlegte, doch dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Diese Gestalt hatte sie damals in ihrem Geschichtsbuch gesehen. "D-das ist eine H-Hydra!"

Ein kurzes hämisches Lächeln erschien in ihrem Gesicht. "Na, dann weiß ich ja, wie ich dich besiege."
Sie rannte auf das Vieh zu und schlug ihm die Köpfe ab, dann, als das Vieh zuckend am Boden lag, sprang sie auf seinen Rücken und rammte ihm das Schwert durchs Herz.
Erleichtert atmete Mike auf, als Melina auf ihn zukam. Jedoch war sie sehr erschöpft, sie taumelte stark. Dennoch hatte sie ein leichtes Lächeln im Gesicht.

Mike kam ihr entgegen, das blutgetränkte Schwert fiel Melina aus der Hand, denn sie selbst war auch zu schwach, um noch weiter gehen zu können.
Noch bevor sie zu Boden fiel, fing Mike sie auf. "Das hast du gut gemacht, Melli!"
Dann nahm er das Schwert und steckte es in dessen Hülle. Mit Melina fest im Arm ging er zu sich nach Hause, dort legte er sie ins Bett.

"Vater, bitte pass auf sie auf, ich habe was zu erledigen."
"Mhm, das werde ich, solange du mir auch wieder nach Hause kommst!"
Mike nickte und ging dann los.

Zu Kapitel 5