Breath of the Wild Erweiterungspass



Schreibwettbewerb 2006 - Ein wahrer Albtraum


Ein wahrer Albtraum

Der Hylianer rieb sich den Schweiß von der Stirn. Seine zittrigen Hände fuhren wieder zu dem an dem seine Seele so hing, ihn festigte, ihm Halt gab und doch... sein Untergang war. Er drückte es an sich, spürte die dunkle Aura die davon ausging. Und doch... war es sein Wunsch gewesen, was mit Hyrule passierte? Oder der Wunsch von IHM?
Er sah zerfetzte Banner, Blut, grausam hingeschlachtete Menschen, das Massaker zweier aufeinander prallender Welten...
Brauchte es nur jemanden der den Wunsch aussprach? Seine Hände zitterten. Er hätte die Macht wenn er den Wunsch aussprach und doch... wäre er nur eine Marionette. „Tu es!“, drang die verführerische Stimme aus dem was er vor sich hielt. Langsam dämmerte ihm was für ein Wissen er haben könnte, wenn er es tun würde. Doch in Wirklichkeit wäre er... „Du wärst der Herrscher über alle!“, kamen die Worte. Sie fluteten seinen Körper, durchdrangen jede sowieso schon angefressene Barriere, fraßen sich in sein Gehirn und blieben dort hängen, als wären sie in das klebrige Netz einer Spinne geraten.
Dem Mann schwindelte. Ein Satz, ein ganz normaler Satz. Er würde das Weltbild zu seinen Gunsten verändern. Er hängte sich das verführerische Medaillon um und sprach den Wunsch...

„Gib mir Macht über Leben und Tod.“ Eine unglaubliche Macht durchströmte ihn, zermalmte sein Bewusstsein und ließ nichts von ihm zurück.
Als er die Augen öffnete, war nichts Menschliches mehr in ihnen. Mit einem Ruck stand er auf und betrachtete die Verheerungen um ihn herum. In seiner Kehle formte sich ein irrsinniges Lachen. „Die Macht über Leben und Tod? Die hattest du schon lange, du Narr! Aber jetzt ist es zu spät! Denn jetzt bin ich frei. Frei!“, schrie er.
Wie berauscht sog er die nach Blut und Tod stinkende Luft tief in seine Lungen. Wieder lachte er:“ Du Narr hast tatsächlich geglaubt, ich würde dir die Macht geben, dieses Weibsbild wieder zum Leben zu erwecken? Du verdammter Dummkopf! Ich gebe nicht, ich nehme und jetzt ist die Welt mein! Mein!“
Er blickte an sich herunter. Eine beschädigte Rüstung, zerfetzte und blutige Kleidung sowie ordinäre Lederstiefel. Bedächtig schloss er die Augen und murmelte leise, kaum hörbar, einen Zauberspruch. Die Luft um ihn herum begann zu flirren und sein Äußeres veränderte sich.
Als er die Augen wieder öffnete, trug er eine nachtschwarze Rüstung mit dem Medaillon auf der Brust und an der Hüfte ein gewaltiges schwarzes Schwert. Erleichtert atmete er auf. Endlich wieder etwas Besonderes.
Mit brennenden Augen und einem wahnsinnigen Lächeln auf den Lippen sah er sich um. Ja, das waren genug Soldaten.
Er riss die Arme gen Himmel:“ Ihr Gefallenen, hört mich und meine Worte! Steht auf! Steht auf und seid mir zu Diensten! Herr der Toten, gib mir deine Diener!“
Um ihn herum entstand Bewegung. Die Toten, aus ihrem ewigen Schlaf gerissen, erhoben sich und sahen ihn an. „Ihr Krieger des Totenreiches, folgt mir zum Schloss Hyrule! Auf dass das Zeitalter des Lichtes ein Ende haben möge!“
Eine gespenstische Stille folgte seinen Worten, aber das störte ihn nicht. Mit einem raschen Blick hatte er ein Pferd ausgemacht, auf das er nun zuschritt. Die Toten folgten ihm mit ihren Blicken.
Mit einer lässigen Bewegung schwang er sich auf den Braunen, den wohl ein Lanzenstoß getötet hatte. Aus der Bauchhöhle hingen die Gedärme heraus und von den Wundrändern tropfte Blut.
Er zog sein Schwert und rief:“ Nach Hyrule! Mir nach!“ Dabei gab er dem Pferd die Sporen. Es bäumte sich auf und galoppierte los. Dabei verhedderten sich die Gedärme zwischen den Hufen und wurden dadurch vollständig herausgerissen.
Das Heer setzte sich gehorsam in Bewegung. Die Stille wurde nur durch das Tappen von unzähligen Füßen und Hufen und dem gelegentlichen Klirren von Waffen unterbrochen. Wie ein schwarzer Lindwurm wälzte es sich über das verheerte Land.
Mit Genugtuung blickte er über die Schulter auf sein Heer. Damit würde es ein leichtes sein, das Schloss einzunehmen. Es wartete dort eh nur eine Handvoll Männer auf den Tod. Der König war immerhin umsichtig genug gewesen, seine Leibgarde bei sich zu behalten.
Aber das machte es nur noch interessanter. Wieder verzog sich sein Gesicht zu einem irren Lächeln. Nicht mehr lange und dieses Land gehörte ihm. Ihm!
Langsam und unaufhaltsam näherten sie sich der Stadt und dem Schloss. Schon von weitem konnte er erkennen, dass auf den Stadtmauern fieberhafte Aktivität herrschte. Seine Lippen verzogen sich zu einem abfälligen Grinsen. Sie hatten sein Heer bemerkt und versuchten doch tatsächlich, ihm etwas entgegenzusetzen. Er lachte laut auf. Wahrscheinlich hofften sie, er würde mit seinem Heer an der Zugbrücke scheitern, weil er kein Belagerungsgerät besaß. Aber da täuschten sie sich gewaltig! Wer brauchte Belagerungsgerät, wenn man schwarze Magie beherrschte? Das Tor war kein Problem. Der König und seine Tochter schon eher.
Außerhalb der Reichweite von Pfeilen hielt er den Braunen an. Wie könnte er das Tor am besten öffnen? Es zersplittern lassen? Nein, das kostete zuviel Kraft und bestimmt hatten der König und seine Tochter Mauer sowie Tor mit einem Lichtbann belegt, der seine Kraft brach.
Aber die Idee, die ihm jetzt kam, gefiel ihm. Vielleicht hatten sie diese Schwachstelle übersehen oder rechneten damit, dass er sie nicht erkennen würde. Die Zugketten der Brücke.
In seinen Augen loderte wieder das Feuer auf. Er streckte die Hand aus und krümmte sie, als wenn er mit seiner eigenen Hand die Ketten sprengen wollte. Sein ganzer Arm fing an zu zittern. Die Ketten waren doch tatsächlich geschützt. Aber nicht stark genug. Er setzte mehr Kraft ein und dann krachte die Zugbrücke herunter. Ein triumphierendes Lächeln zog sich über sein Gesicht.
„Greift an!“, schrie er und riss den Arm in die Höhe. Der schwarze Lindwurm setzte sich wieder in Bewegung, zerfaserte und konzentrierte seinen Aufprall dann auf das Tor. Die Toten strömten über die Brücke, einige fielen in den Burggraben, aber das hielt die anderen nicht auf. Unaufhaltsam wälzte sich der Lindwurm in die Stadt, ungeachtet der Pfeile, die auf ihn herniederprasselten. Es waren sowieso nur wenige. Schon flutete das Heer durch das Tor und machte alles Lebendige, was es wagte sich ihm in den Weg zu stellen, nieder.
Die Bewohner und wenigen Soldaten kämpften mit dem Mut der Verzweiflung, aber einer nach dem anderen fiel den Schwertern der Toten zum Opfer. Die Straßen waren rot vor Blut. Dem der Lebenden und dem der Toten.
Mit Genugtuung sah er dem verzweifelten Kampf der Hylianer zu. Einige von ihnen warfen sich todesmutig in das Heer der Toten, doch sie konnten nur wenig ausrichten. Etwas, das schon tot war, konnte man nicht noch einmal töten. Und so fiel einer nach dem anderen.
Schließlich gab er dem Braunen die Sporen und ritt in die Stadt, vorbei an toten Hylianern und seinen eigenen Soldaten. Auf dem Marktplatz angekommen, ließ er den Braunen sich einmal um die eigene Achse drehen. Überall sah er Tod und Vernichtung. Das Heer der Toten hatte ganze Arbeit geleistet. Nun fehlte nur noch das Schloss.
Mit kaltem Blick sah er zum Schloss hinauf. Dort würde er nicht so leicht hineinkommen. Am besten, er ließ für den Sturm auf das Schloss ein Katapult erbauen. Suchend blickte er sich um. Nur wenige Schritte von ihm entfernt, stand einer der Toten, der wohl einmal vorher ein Hauptmann gewesen sein musste. Er winkte diesen zu sich und befahl ihm:“ Baut ein Katapult. Es muss morgen fertig sein. Na los!“ Der tote Hauptmann drehte sich um und ging, seine Anweisung auszuführen.
„Und ihr anderen haltet gefälligst Wache! Wehe, es entkommt einer aus dem Schloss!“, rief er den anderen zu. Dann sah er sich um. Sterbliche Körper hatten den Nachteil, dass sie sich ausruhen mussten. Er entschied sich für ein Haus am Marktplatz, welches von innen nicht völlig zerstört war. Den Braunen ließ er vor der Tür stehen.
In der Küche lag eine Hylianerin mit einem Kind im Arm. Beide waren tot. Wie es aussah, gehörten sie zu den ersten, die gestorben waren. Die Ameisen krochen schon über ihre Wunden.
Er warf ihnen nur einen kurzen Blick zu und ging dann weiter in die Wohnstube. Hier waren fast sämtliche Möbel zertrümmert, aber es lagen keine Leichen hier. Nach einem kurzen Blick in die Runde ging er die Treppe hinauf ins obere Geschoß. Hier waren die Toten nicht sehr fleißig gewesen. Es war fast alles intakt. In einem der Zimmer stand ein großes unbeschädigtes Bett. Er sah sich trotzdem das ganze Geschoß an. In keinem anderen Zimmer lag eine Leiche oder war sogar ein Zeichen von Leben zu sehen.
Er atmete tief durch. Es wurde Zeit zu ruhen. In voller Rüstung legte er sich lang auf das Bett und schloss die Augen. Morgen würde das Schloss fallen und dann gehörte ihm Hyrule. Ihm! Mit diesem Gedanken schlief er ein.
Er erwachte zeitig am nächsten Morgen. Draußen auf dem Platz erklang ein Gerumpel, wie von einem großen Karren oder etwas Ähnlichem. Seine Lippen verzogen sich zu einem triumphierenden Lächeln. Das Katapult war fertig. Die Toten rollten sogar schon Steinbrocken herbei, die sie aus der Stadtmauer gebrochen hatten.
Zufrieden betrachtete er das Katapult. „Ihr da!“, rief er eine Gruppe von Toten an, „holt lange, stabile Bretter. Wenn das Katapult die Mauer durchbrochen hat, legt ihr sie über den Burggraben, damit ihr ins Schloss kommt!“ Die Toten nickten und entfernten sich.
Er atmete tief durch. Eine Euphorie begann sich ihn im auszubreiten. Endlich, nach so langer Zeit sollte es endlich wahr werden! „Na los! Worauf wartet ihr noch!? Schafft das Katapult zum Schloss und schlagt eine Bresche in die Mauer!“, brüllte er die Toten an.
Langsam setzte sich das Katapult in Bewegung. Der Braune mit seinem Herrn folgte dichtauf.
Das Tor kurz vor dem Schloss war geschlossen und verwaist. Die wenigen Soldaten des Königs hatten sich auf die Mauern des Schlosses zurückgezogen und harrten dort aus.
Das Katapult kam kurz vor dem Tor zum Stehen und die Toten sahen ihn an. Sie erwarteten seinen Befehl, wie sie dieses Hindernis umgehen konnten. Konzentriert dachte er nach. Die Idee, die ihm kam, gefiel ihm.
Mit brennendem Blick sah er sich um. „Du! Und du!“, er zeigte auf zwei Tote,“ ihr lasst euch mit dem Katapult herüberschleudern und öffnet das Tor!“ Diese Idee war gut! Er musste gar keine Bresche in die Mauer schlagen! Es reichte, wenn er einige seiner Soldaten über die Mauer katapultieren ließ!
Die Toten kamen seinem Befehl nach und katapultierten die beiden über das Tor. Das einzige was er hörte, war ein dumpfer Aufprall und ein Knacken. Vermutlich hatte sich einer der beiden Toten jetzt auch noch den Hals gebrochen, aber das war halb so schlimm. Sie waren tot, es machte ihnen nichts aus.
In seiner Kehle kroch ein triumphierendes Lachen empor. Es war so einfach! So verdammt einfach!
Schon konnte er die beiden sehen, wie sie sich an der Kurbel für das Fallgitter zu schaffen machten. Einige Momente danach ging es auch schon hoch.
„Na los! Weiter!“, brüllte er. So kurz davor, so kurz davor! Wieder lachte er schallend. Laut und kalt.
Das Katapult setzte sich wieder in Bewegung und rumpelte langsam die Steigung empor. In angemessener Entfernung zur Schlossmauer hielt es an. Wieder sahen die Toten ihn an.
„Die Steine lasst liegen, wo sie sind. Katapultiert Krieger hinüber, die die Zugbrücke öffnen! Na los!“, schrie er sie an. Mit kalter Präzision kamen sie seinem Befehl nach. Immer zwei Krieger auf einmal katapultierten sie hinüber.
Er lauschte. Kampfeslärm. Diese Hylianer waren einfach nicht bereit aufzugeben, aber das machte es erst interessant. Mit raschem Blick sah er sich um, dann brüllte er wütend:“ Was steht ihr hier herum!? Seht zu, dass ihr zur Zugbrücke kommt! Wenn ihr drin seid, wartet ihr auf weitere Befehle. Na los doch!“
Mittlerweile hatten die Toten knapp zwei Dutzend ihrer Leute über die Mauer geschickt. Wenn er sich genau konzentrierte, konnte er hören, dass der Lärm sich immer weiter der Zugbrücke näherte. Seine Krieger führten also gewissenhaft seine Befehle aus. So und nur so durfte es sein.
Auf einmal krachte es und die Zugbrücke kam mit rasender Geschwindigkeit herunter. Sie hatten es geschafft. Der Weg ins Schloss war frei. Schon stürmten die Toten über die Brücke. Er selbst gab dem Braunen die Sporen und galoppierte durch sein Heer in Richtung Tor. Die Zugbrücke erbebte unter den Schritten der Toten.
Im Schlosshof wartete auf ihn fast die Hälfte seines Heeres. Mit geübtem Blick erkannte er, dass sich nur wenige hylianische Soldaten hier aufgehalten hatten. Die meisten hatten das einzig richtige getan und sich in das Schloss zurückgezogen.
Genießerisch schloss er die Augen. Er war im Schloss Hyrule und nicht mehr lange und es würde sein Schloss sein.
„Nehmt das Schloss ein und tötet alles Lebendige. Verschont nur den König und seine Tochter! Die beiden bringt ihr zu mir in den Thronsaal!“, befahl er seinen Soldaten. Mit einer gekonnten Bewegung schwang er sich von dem Braunen und ging in Richtung Thronsaal.
Der Gang, den er gerade durchschritt, war mit bunten Wandteppichen und einigen Ahnenbildern geschmückt. Das würde das Erste sein, was er änderte. Überrascht hielt er inne. Vor ihm… war jemand. Bedächtig zog er seine Klinge zwischen Daumen und Zeigefinger aus der Schwertscheide. Befriedigt stellte er fest, dass dabei kein Geräusch entstand.
Vorsichtig, jeden Schritt genau planend, ging er weiter. Plötzlich stürzte aus einer Nische ein hylianische Ritter auf ihn zu und führte einen beidhändigen Schlag aus, der ihm sicher den Kopf gespalten hätte, wäre er nicht der , der er war.
So blockte er den Angriff des Ritters mit seiner eigenen Klinge und benutzte die Kraft des Angriffes um ihn umzulenken. Mit einem überraschten Keuchen taumelte der Ritter an ihm vorbei und brach in die Knie. Seinen Vorteil sofort ausnutzend rammte er dem Knieenden das Schwert zwischen die Schulterblätter. Der Ritter war sofort tot.
Tief sog er den Geruch des frischen Blutes ein. Er war förmlich berauscht von seinem Duft. Mit einem harten Ruck kehrte er zurück. Das hatte bis später Zeit.
Er stellte seinen Fuß auf die Schulter des Ritters und zog so sein Schwert heraus. Angespannt lauschte er. Augenscheinlich war vor ihm niemand mehr. Mit klopfendem Herzen und lodernden Augen ging er weiter. Nur mit Mühe konnte er sich beherrschen nicht loszurennen. Sein Herz jagte vor Aufregung. So kurz davor!
Die große Flügeltür, die zum Thronsaal führte, war geschlossen. Aber nicht verschlossen. Mit der Schulter stemmte er sich gegen einen der beiden Flügel. Er ließ sich ohne Probleme öffnen. Augenscheinlich war er auch nicht von der anderen Seite blockiert.
Nach einer kurzen unbedeutenden Kraftanstrengung stand er im Thronsaal. Und dem König von Hyrule und seiner Tochter gegenüber. „ Wer bist du?“, fragte der König von Hyrule mit erhobener Stimme in der die Angst mitschwang.“ Wer ich bin, fragst du?“, antwortete er ihm, „durchsuche doch deine Archive, dann weißt du es!“ Der König zuckte vor seinen brennenden Augen zurück. Sein Blick flackerte. Der König von Hyrule hatte Angst vor ihm.
„Was“, der König stockte und befeuchtete seine Lippen mit der Zunge, “ was willst du von uns?“
„ Ich will Hyrule!“, schrie er und schleuderte den König mit einer Druckwelle durch den Thronsaal. Die Prinzessin schrie panisch auf und lief zu ihrem Vater, um ihm aufzuhelfen.
Dieser starrte ihn hasserfüllt an. „Hyrule willst du!? Du wirst es nicht bekommen!“ In ihm kroch lodernde Wut empor. Was glaubte dieser Wicht, wer er war? So mit ihm zu sprechen! Mit langen Schritten eilte er auf den König zu. Sein Schwert steckte er mit einer wütenden Bewegung wieder weg. Die Prinzessin sprang auf und warf sich ihm entgegen, doch er schlug sie mit der rechten Hand beiseite. Wimmernd blieb sie liegen.
Mit der Linken packte er den König an den Rockaufschlägen und hob ihn soweit hoch, dass sie sich in die Augen sehen konnten. „ So, ich werde Hyrule also nicht bekommen“, flüsterte er böse, „ ich glaube, da täuscht du dich gewaltig! Es gehört mir schon. Oder siehst du irgendwo noch einen Krieger, der bereit ist für dich zu kämpfen?“ Als er diesen Satz aussprach, traf in etwas an der rechten Seite. Lichtmagie! Diese verdammte Prinzessin wagte es doch tatsächlich ihn anzugreifen. Sie hatte ihm nicht geschadet, aber es hatte geschmerzt. Grund genug, sie zu vernichten.
Knurrend hob er die rechte Hand, um sie zu zermalmen, wie er es am Tag vorher mit den Ketten getan hatte. Doch soweit kam er nicht mehr.
In seiner Brust explodierte ein unglaublicher Schmerz. Überrascht sah er erst den König an, dann glitt sein Blick langsam tiefer zu seiner Brust. Dort steckte ein Dolch, bis an das Heft hineingetrieben.
Entsetzt ließ er den König los und griff sich an die Brust, aber seine Kraft schwand zusehends, er konnte den Dolch nicht herausziehen. Das Medaillon! Er musste schnell in das Medaillon zurückkehren. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass das Medaillon verschwunden war. Der Dolch hatte es zerstört!
Mit Entsetzen starrte er den König an. Dieser sah ihm ruhig bei seinem Todeskampf zu. „ Was meinst du eigentlich, was ich letzte Nacht getan habe?“, fragte er, “ich habe die Archive durchsucht. Dein Medaillon war dein Zufluchtsort, ohne es bist du sterblich wie jeder andere auch.“
Ihm schwanden immer mehr die Sinne. Sein Ende, das war sein Ende. Dabei war er so nahe dran gewesen. So nahe. Ein letztes Mal hob er den Kopf und schrie seinen Schmerz hinaus in die Welt:“ Neeeeiiiiiin!“

Mit einem Schrei schreckte er aus dem Schlaf hoch. Panisch schnappte er nach Atem, sein ganzer Körper war schweißgebadet. Verwirrt sah er sich um. Wo war er? Sein Blick fiel auf die Person, die neben ihm lag. Seine Geliebte. Erschöpft strich er sich durchs Haar. War das etwa alles ein Traum gewesen? Wie war das möglich? Es war ihm so…wirklich erschienen. Er atmete noch einmal tief durch, dann ließ er sich zurücksinken. „Nur ein Traum“, dachte er. Langsam schlief er wieder ein. Am nächsten Morgen hatte er den Traum schon vergessen.

von Bikerlady_forever


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