The Legend of Zelda - Kind der Rache

Epilog


Rajah saß auf einem Felsen auf dem großen Platz.
Immer wieder wanderte ihr Blick hinüber zu der kleinen Gruppe, die am angeschlagenen Tor zur Wüste standen. Es war noch nicht repariert worden.
Die Weisen und Link waren dabei. Sie unterhielten sich mit einer Gruppe weißgekleideter Gerudofrauen, die jeweils ein Pferd an den Zügeln hielten.
Es war eine der vielen Gruppen, die in die Wüste entsandt worden waren Lucias zu suchen und mit leeren Händen zurückkehrten.
Rajah seufzte. Jetzt lagen aller Hoffnungen nur noch auf zwei Gruppen. Aber wie sollten sie Lucias schon finden. Wenn er irgendwo unter der Hitze oder der Kälte zusammenbrach oder in einen Sandsturm geriet, wer sollte ihn schon finden? Der Sand bedeckte alles.
Hatte alles bedeckt.
Lucias war schon seit fünfundzwanzig Tagen verschwunden. Und am vierten Tag seines Fehlens hatte es einen furchtbaren Sandsturm gegeben, der mehrere Stunden angehalten hatte. War er tatsächlich in der Wüste so konnte er nicht überlebt haben. Das hatte sie die Mädchen flüstern hören.
Wieder weinte sie.
Sie hasste Lucias, weil er weggelaufen war ohne sie mitzunehmen.
„Rajah.“ Naboru war neben sie getreten. „Hör auf zu weinen, Rajah. Das wird Lucias nicht wieder zurückbringen.“
„Aber diese Suchtrupps, ja?“, fauchte sie die Weise der Geister an.
„Rajah! Beruhige dich!“, zischte Naboru zurück.
Sofort schluckte Rajah und senkte die Stimme. „Es tut mir leid. Es ist nur, weil…“ Sie sah auf ihre nackten Füße herab, die so unruhig waren. „…weil ich mir so schreckliche Sorgen mache! Was ist, wenn ihm etwas zugestoßen ist?“
Naboru nahm sie in den Arm und ließ sie an ihrer Brust ausweinen. Rajah zitterte am ganzen Körper. Von allen musste sie am meisten unter seinem Verlust leiden.
„Ich will, dass er zurückkommt. Naboru!“, weinte Rajah. „Ich will, dass er sagt er hat sich nur versteckt, weil er uns einen Schrecken einjagen wollte!“
Naboru seufzte. Es war alles so schrecklich schief gelaufen. Die ganze schöne Zukunft, die sie sich für Lucias ausgemalt hatte. Und für Rajah. Und für alle.
Die würde es nun nie geben.
Denn die Schrecken vor zehn Jahren waren wieder da. Die Monster und Bestien, die vor zehn Jahren ganz Hyrule tyrannisiert hatten waren wieder an die Oberfläche zurückgekehrt. Naboru ahnte nichts Gutes.
Darum riss sie Rajah von sich los und hob ihr Gesicht mit beiden Händen an. Rajah blickte sie aus großen, verweinten Augen an.
„Hör mir zu, Rajah.“, sprach die Weise der Geister. „Ab heute bist du meine Schülerin. Ich werde dich alles lehren was ich kann, damit du eine mächtige Kriegerin der Gerudos wirst und damit du Hyrule in schlimmen Zeiten dienen kannst.“
Ein Blitz jagte aus dem wolkenbehangenen Himmel heraus und das Donnern hallte an den Steinmauern wieder. Es regnete in der Wüste.


Ende 1. Teil

Fanfictionseite

The Legend of Zelda - Jetzt zum Shop für besondere Figuren zur Zelda-Serie