Autor: Neon.Bible
2.Kapitel: Link stand vor dem riesigen Eingangstor des Schlosses seiner Prinzessin. Bevor Link überhaupt am Tor klopfen konnte, wurde sie geöffnet und eine bildhübsche Gestalt kam zum Vorschein. Link schaute in die strahlenden blauen Augen und in das wunderschönes Gesicht das von blonden Haaren abgerundet wurde. Ein leises Hallo war alles was er aus sich herausbrachte, denn jedes Mal wenn er Prinzessin Zelda vor sich stehen hatte, verschlug es ihm erst einmal die Sprache. „Hallo!“ ,erwiderte sie ihm leise. Er wollte auf sie zugehen und sie umarmen, doch plötzlich schien sich Zelda aufzulösen. Das ganze Schloss schien wie Asche vom Wind weggetragen zu werden. Zuerst glaubte er nicht was gerade passierte. Doch dann wollte er seine Hände bewegen um Zelda festzuhalten, aber er konnte sich nicht rühren. Sein ganzer Körper schien wie in Eis eingefroren und gelähmt zu sein. Ein Schmerz, der sich anfühlte als würde jemand einen Dolch mitten in sein Herz und durch seine Hand rammen, bannte sich durch seine Brust und durch seine rechte Hand.
Link wollte schreien, doch er konnte nicht... Link wachte auf. Er lag auf etwas weichem und gemütlichem und mit seinem Kopf auf einem Kissen. Schreckliche Schmerzen machten sich jedoch in seinem Kopf breit. „Was war das für ein Traum?“ ,dachte der Held. „Der selbe wie letzte Nacht!“ Nach diesen ersten Gedanken, setzte sich Link erst mal auf und betrachtete den Raum in dem er sich befand. Er lag auf einem Bett in einer Ecke des Raumes. Gegenüber ihm stand ein Holzschrank mit verschieden Mustern versehen, der ziemlich alt zu schienen sei. Neben dem Schrank stand ein Tisch, auf dem Wasser und ein Stück Brot mit etwas Fleisch lag. Durch das Fenster begrüßte ihn die Sonne mit warmen und hellen Strahlen auf seinem Gesicht. Wie lange war er weggetreten? Plötzlich öffnete sich die Tür, die sich neben dem Fenster befand. Ein, in Links Augen, 14-Jähriges Mädchen stand nun vor ihm und stutzte. Link starrte zurück. Das Mädchen hatte längere, braune Haare die ihr bis zu den Schultern reichten. Ein hübsches Gesicht mit braunen Augen rundeten ihre Erscheinung ab.
Sie trug außerdem ein gewöhnliches Arbeitskleid und Gummistiefel. Einige Sekunden war es still und beide starrten sich gegenseitig an. Link wusste nicht so recht, was er sagen sollt, denn er war noch etwas benommen vom Aufprall und wusste noch nicht wirklich was er hier machte. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit sagte das Mädchen was. „Hallo!“ „Hallo!“ ,erwiderte Link und versuchte ein freundliches Gesicht aufzusetzen, was ihm nicht richtig gelingen wollte. „Ähm, ich bin Leila.“ „Äh, ich heiße Link.“ Wieder war es still. Die peinliche Situation zerbrach, zu Links Glück, durch Navi die aus dem nichts durch die Tür schwirrte und sich vor Links Augen durch wildes Auf- und Abfliegen bemerkbar machte. „Oh Link, du bist wach! Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Du hast einen ganzen Tag geschlafen, ich hab schon gedacht, dass du nicht mehr aufwachen willst!“ „Was...Was ist denn überhaupt passiert?“ ,fragte Link mit verwunderten Gesicht. „Epona musste vor Leila halten, da sie gerade den Pfad überqueren wollte um ein Teil des Gemüses, das auf dem Ackerfeld angebaut wird, zu ernten. Du hattest sie total übersehen und Epona war nicht darauf vorbereitet, wodurch sie sich vor Schreck auf die Hinterbeine stellte und du schließlich aus dem Sattel geworfen wurdest und dir den Kopf anschlugst.“ Link langte sich an seinen Kopf und bemerkte, dass er mit einem Verband versehen war.
„Leila hat sich nun um dich gesorgt, weil sie sich dauernd in die Schuld in die Schuhe schiebt!“ Link blickte zu Leila und setzte ein dankbares Lächeln auf. „Nun ja, eigentlich bin ich Schuld! Ich hätte mal wieder besser aufpassen müssen. Aber wo sind wir eigentlich?“ „Ihr seit in unserem Dorf Hairuko.“ ,antwortete Leila ihm, bevor Navi etwas sagen konnte. „Mein Vater ist der Bürgermeister. Er würde dich gern näher kennen lernen. Es kommt nicht oft vor das Fremde in unser Dorf kommen!“ „Eigentlich hatte ich vor in meine Heimat zurückzukehren!“ ,entgegnete Link. Nun mischte sich Navi wieder ins Gespräch ein. „Aber Link, du bist noch Verletzt und die Wolfswunde hat sich auch wieder geöffnet. Vielleicht sollten wir ein wenig bleiben bist du dich erholst!“ Linke schaute Navi ein paar Sekunden an, bevor es was sagte. „Hey, du bist nicht meine Mutter Navi!“ ,meinte er nun etwas wütend und verschränkte dabei die Arme. „Nein, dass bin ich nicht, aber ich bin eine gute Freundin und ich kann mir ja Sorgen um dich machen. Außerdem hab ich dem Deku-Baum versprochen das ich auf dich aufpasse, auch wenn du jetzt fast Erwachsen bist und Ganondorf seit einem Jahr nicht mehr ist, werde ich das einhalten!“ „Okay, Okay. Tut mir leid, das ich dich etwas angefahren habe!“ Link setzte ein entschuldigendes Gesicht auf. „Ja ist schon wieder vergessen. Ich vergebe dir!“ ,sagte Navi mit einem leicht veräppelnden Ton. Link verdrehte die Augen, doch dann fing er an zu Lachen.
Lange hatte er nicht gelacht. Seine Gedanken waren voller Trauer und seine Schmerzen hielten ebenfalls seine sonst so fröhliche Art zurück, doch jetzt ging es ihm wieder besser. Er war wirklich froh Navi bei sich zu haben. Jemanden dem er vertrauen konnte und mit dem er reden konnte, während er auf Reise ging. Navi meldete sich bisher immer freiwillig wenn Link irgendwo hinritt, obwohl sie immer wusste, dass Links Ziele manchmal weit von zuhause entfernt sein konnten. Link wandte sich nun wieder zu Leila und fragte sie wann der Bürgermeister für ihn Zeit hätte. „Oh wenn du willst können wir gleich hingehen. Ich kann dich nebenbei etwas im Dorf herumführen aber erwarte nicht zu viel.“ Link stand auf und bemerkte erst jetzt, da vorhin noch die Bettdecke über seinen Beinen lag, dass er nicht viel anhatte, bis auf eine art Unterhose. Er wurde ganz rot und Navi lachte laut auf. Leila vergrub ihr Gesicht in den Händen und sagte leise: „Deine Sachen sind dort im Schrank!“ Link hastete zum Schrank und machte die Türen auf. Im Schrank lag seine ganze Ausrüstung. Er zog sich wie gewohnt seine ganze, grüne Kokirirüstung an einschließlich seiner Mütze, die er über seinen verarzteten Kopf zog. „Okay, es kann losgehen!“ Leila verließ den Raum. Link folgte und Navi flog hinterher. Link bemerkte, dass es ihm nun wieder besser ging und Kopfschmerzen verschwunden waren. Er stand nun draußen auf einer Straße, die nicht gepflastert war. Link blickte hinter sich, um sich das Quartier anzuschauen in dem er vorhin lag. Das Dach des Hauses oder Hütte, das anscheinend nur aus dem Raum bestand in dem Link sich vorhin befand, war mit Stroh bedeckt. Ansonsten war es ein solider Holzbau. Link ging nun neben Leila. „Also, wir müssen die Straße entlang zu der Brücke dort! Danach müssen wir nach ein paar Metern nach links und nur noch geradeaus und schon sind wir bei meinem Vater!“
Link nickte nur. „Sind das hier eure Geschäfte?“ ,fragte Link. Es war ziemlich überflüssig, dass Link diese Frage stellte, da man schon von weiten sehen konnte, dass Geschäfte dort standen. „Ja! Hier haben wir einen kleinen Bazar mit allen möglichen Sachen, darunter auch Waffen. Dann auch ein Lebensmittelgeschäft. Es gibt zwar nicht zu viel zu kaufen, aber für uns im Dorf reicht das vollkommen aus. Außerdem gibt es einen Gebrauchtwarenladen. Hier kann man ganz gut irgendwelche kleinen unnötigen Dinge kaufen, die schon mal in Besitz waren. Ich finde, dass man da sehr gut Geschenke einkaufen kann.“ Link hörte ihr fasziniert zu, obwohl es wirklich nicht besonders aussah, was in den Geschäften verkauft wurde. Sie ließen allmählich die Geschäfte hinter sich und gingen über die Brücke, die über den Fluss führte. Immer wieder begegnete Link irgendwelche Leute, die ihn anstarrten als wäre er eine hässliche Gestalt. „Falls du dich gerade fragen solltest, wieso dich alle so anschauen, so muss ich dir sagen, dass so gut wie nie Fremde in unser Dorf kommen. Natürlich sind jetzte alle neugierig!“ ,sagte Leila als ob sie vorhin Links Gedanken lesen konnte. Nach der Brücke bogen sie nach ein paar Metern ab, wie Leila gesagt hatte und folgten dem Pfad, der zu einem größeren Gebäude führte. Link schaute sich um. Hier und da waren Häuser zu sehen. Einige Kinder spielten auf einer art Spielwiese. Link blieb für einen Augenblick stehen und betrachtete die Kinder, die offensichtlich viel Spaß hatten. Ein Junge war darunter, der Link nicht ganz unähnlich war. Er spielte zusammen mit einem Mädchen mit blonden Haaren und blauen Augen, das er gerade ein wenig ärgerte.
„Ganz wie bei mir und Zelda. Damals!“ ,dachte Link und musste innerlich ein wenig lachen. Damals, als der Held der Zeit wieder das Master-Schwert ablegte und wieder zum 12-jährigen Jungen wurde, war er mit Zelda ständig unterwegs, sofern es der Terminplan von Zelda zuließ. Und wenn nicht, dann schlich sie sich immer heimlich aus dem Schloss, nur um Link zu sehen. Doch nach 4 Jahren, zog wieder das Böse in das Land Hyrule. Obwohl Ganondorf verbannt wurde, kam er zurück und war mächtiger als je zuvor, doch wieder konnte Link ihn bezwingen und Ganondorf wurde nun endgültig in die Hölle geschickt. Seit einem Jahr, herrscht nun wieder Frieden in Hyrule. Links Gedanken wechselten wieder zu seiner Prinzessin Zelda. Er vermisste sie. Das einzige was er jetzt wollte war, ihr endlich zu sagen wie sehr er sie liebte.... „Link!“ Navi riss Link aus seinen Gedanken. „Hey, was ist los? Leila ist schon weit voraus!“ „Ähm, tut mir leid. Ich...weiß...auch nicht.“ Etwas ratlos schaute Link Navi an und wusste nicht recht was er sagen wollte. „Äh..., ja...los gehen wir.“ Mit diesen Worten rannte Link los und holte Leila ein in kurzer Zeit ein, die gerade dabei war etwas von ihrem Vater zu reden. Offenbar hatte sie gar nicht bemerkt, dass unser Held gerade nicht da war. „So und hier sind wir nun!“ Link schaute sich das Gebäude vor sich an. Es sah genauso aus, wie ein Rathaus aussehen sollte. Zwar etwas heruntergekommen, dennoch hübsch, wie der Held fand. Leila klopfte an der etwas größeren Eingangstür...
Fortsetzung folgt...
Jasmin