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Die Erben der Macht 2



Autor: Kim




Und dieses Kapitel ist für Valerie. Auch sie hat bewiesen, dass sie im Englischunterricht aufpasst ^^

9. Kapitel


Wo sie war wusste sie immer noch nicht. Sie lief immer weiter. Sie folgte… Ja wem oder was folgte sie denn? Einem Tipp? Einer Vorahnung? Nein! Eigentlich war es eine Stimme gewesen. Aber sie wusste nicht wem diese gehörte. Einer Frau, das war alles was sie wusste. Zelda, die letzte Königin Hyrules, der schon von Geburt an der Thron zustand und die nicht erst eingeheiratet hatte (seit Link waren nur noch – und das ausschließlich – männliche Nachkommen dem Königsgeschlecht geboren worden), war dieser Stimme gefolgt. Eiskalt war die Stimme in ihren Traum eingedrungen. Sie hatte von alten Zeiten geträumt, sie träumte ständig. Schließlich war sie schon vor vielen Jahrhunderten gestorben und was sollte man schon tun wenn man tot war? Das war der Himmel. Der Himmel bestand aus dem was man sich zusammenbastelte. Sie hatte so schön, als wunderhübsche Frau als die sie geheiratet hatte, im Schlossgarten gesessen und gesungen. Sie sang gut, das nahm sie jedenfalls an. Davin hatte ihr Gesang immer gefallen. Aber sie war ja auch seine Mutter, wahrscheinlich gefiel jedem Kind die Stimme der eigenen Mutter. Aber jetzt wusste sie nicht mehr wo sie war! Im Gegenteil! Ihr gefiel diese Einöde überhaupt nicht! War sie hier in einem Alptraum gelandet? Alles war schwarz und düster. Die Landschaft war weit und eben, egal wohin man sah. Die Erde war dürr, ausgetrocknet und gestorben. Am Himmel hingen schwer die dunkelvioletten Wolken. Wer nur konnte sich hier wohl fühlen? Als sie an einem unförmigen und ebenso hässlichen pechschwarzen Steinfels angekommen war, entschloss sie sich eine Pause einzulegen. Und zu überlegen ob sie weiter suchen sollte, nach etwas, von dem sie nicht wusste was es war, oder ob sie diesen Traum einfach wieder verlassen sollte. Mit einem Seufzer, der mehr von der Wut, dass sie hierher gelockt worden war, als von der Erschöpfung des langen Marsches zeugte, setzte sie sich nieder. „Verdammt!“, entfuhr es ihr, wobei sofort ihre Hand auf den Mund schoss. Ach, sie ärgerte sich, dass sie nach so vielen Jahren Ehe dieses schlimme Wort von Link übernommen hatte. Er hatte doch ständig mit diesem Wort geschimpft und geflucht. Und dann hatte es sich auch Davin noch angewöhnt. Hach, das war schlimm. Sie musste schmunzeln als sie in Erinnerungen schwelgte. Das waren Zeiten gewesen, damals. Jetzt war alles ziemlich einsam und langweilig. Aber sie wollte sich ja nicht beschweren, sie hatte ein schönes und erfülltes Leben gehabt. Sie rutschte auf dem Stein hin und her. Etwas ungemütlich, aber naja. Wenigstens eine Abwechslung in dieser Einöde. Aber seltsam war dieses Ding ja schon! Oh, und etwas Glänzendes steckte am Fuß des Felsens. Sie hatte es erst jetzt bemerkt. Sie beugte sich hinunter. Ein Dolch? Seltsam… Gleich darauf packte Zelda, mit gerunzelter Stirn, den Griff. Und zog daran. Keinen Zentimeter bewegte sich die Klinge. Zelda wunderte sich umso mehr. Sie stand vom Felsen auf und stellte sich vor den Dolch. „In Ordnung, spielen wir ein wenig Königin Arthur!“, sagte sie und tat als spucke sie sich in die Hände. Dann schlangen sich ihre Hände fest um den Griff und stemmte ihr ganzes Gewicht nach hinten. Sie zog und zog und zog. „Geh…schon…ab!“, keuchte sie.

Im Turm war es vollkommen still. Hierhinein kam der Lärm von draußen nicht. Die zwei Personen, die sich im Raum befanden, warteten, schon seit zwei Stunden. Sie waren nervös – sehr sogar. Doch die Frau ließ es sich kaum anmerken. Mit gelassener Körperhaltung ruhte sie gegen die Wand gelehnt und starrte unerbittlich auf den Spiegel. Der im Maul der Schlangenstatue steckte. Während der Mann seiner ganzen Nervosität freien Lauf ließ. Mit kleinen Schritten lief er im Gang hin und her. Plötzlich veränderte sich die Oberfläche des Spiegels. „Raik.“, sagte die Frau und erhob sich.
Raik sah auf.
Die Oberfläche begann sich zu wellen. Endlich hatte das Warten ein Ende. Raik deutete der Frau mit einer Handbewegung an sich hinzuknien. Die Frau tat es, er auch. Erst glitten die Fingerspitzen durch die Spiegeloberfläche. Dann die Hände. Dann der Arme. Der Kopf und der Oberkörper. Langsam durchschritt Kim den Spiegel, der ein Portal zwischen diesem und dem Hauptturm war. Ihm fröstelte. Es war nicht sehr angenehm durch Spiegel zu wandern, die Kälte der Oberfläche war jedes Mal deutlich zu spüren. Kim sah auf. Kurz sammelte er sich und versuchte sein schlagendes Herz zu beruhigen. Dann räusperte er sich. Raik kannte er, er war sein bester Mann. Das geschlechtliche Gegenstück zu Dana. Darum vertraute Kim ihm. Aber die Frau kannte er nicht. Wie auch? Das Blut der Gerudo war so weit verstreut, dass es ihm unmöglich war alle seine Untergebenen zu kennen. „Wer bist du?“, fragte Kim. Ohne aufzublicken antwortete die Frau. „Ich bin Kate Waterman, Herr. Ich stehe Euch zu Diensten.“ Der amerikanische Akzent war deutlich herauszuhören. „Gut.“, dann wandte sich Kim dem Mann zu. „Raik, ist das wahr?“ „Ja, Herr.“, antwortete Raik. „Die amerikanische Armee hat sich schon seit gestern um den Turm verbarrikadiert. Mehrere Soldaten sind bereits bis zum Turm vorgedrungen und haben versucht Stücke herauszuschlagen. Jetzt sind sie mit Panzern und Helikoptern angerückt.“ Kim seufzte. Solche Dummköpfe! „Ich verstehe. Dann wird es Zeit.“ Ja, Zeit den Weltmächten ein Emblem zu statuieren. Er schritt voraus. Seine beiden Diener hinter ihm.

„Diese Stadt heißt also New York?“, vergewisserte sich Kim ohne sich umzuwenden.

Ok, ja doch! Ich habe zwar krampfhaft (wie ihr sicher gemerkt habt) versucht Orte zu vermeiden! Aber jetzt muss ich einfach irgendeine Stadt für diese Szene missbrauchen. Tut mir aufrichtig leid. Und auch weil ich New York ausgesucht habe, heißt das ganz und gar nicht, dass ich etwas gegen Amerikaner habe oder diese Stadt nicht mag – ja! Tut mir wirklich leid.

„Ja, Herr.“, entgegnete Kate. „Ich wurde hier geboren.“ „Aber deine Familie ist nicht mehr hier?“ Die Frau schüttelte unmerklich den Kopf. „Nein, kein einziges Mitglied des Gerudostammes ist mehr in dieser Stadt.“ Kim nickte, zum Zeichen seines Verständnisses. Sie waren an der Außenwand angekommen. Kim atmete tief durch. So aufgeregt wie jetzt, so negativ bewegt, war er nur ein einziges Mal gewesen. Das war in einer Nacht vor ein paar Wochen gewesen. Er spürte wie die Nervosität in Übelkeit umschlug. Gleich darauf schwenkte er mit der rechten Hand. Die Wand brach auf. Schließlich bestand sie aus hartem schwarzen Schleim, wie jeder Turm. Der Schleim gehorchte ihm, es war ein Haufen winziger Tropfen, die er mit seinen Gedanken steuern konnte. Gleich darauf wurde er von der Sonne geblendet. Der Turm stand im Central Park und die Sonne war knapp über ihren Köpfen. Als sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten, sah er die ganzen Panzer, die sich an den Bäumen vorbeimühten und das Gras unter ihren Ketten zerdrückten. Die Helikopter, die um den Turm surrten, wie die Fliegen um einen Misthaufen. Und die Soldaten, denen der Schreck noch immer in den Gliedern saß. Natürlich waren sie starr vor Entsetzen, dass sich der tür- und fensterlose Turm von einem Moment auf den nächsten geöffnet hatte und nun auch drei Fremde heraustraten. Kim sah sich um.
Die hohen Gebäude, die hinter den Baumkronen herausschossen und nach dem Himmel langten. Sie hatten ihn schon als kleines Kind fasziniert. Dieses Design hatte er sich auch zum Vorbild für seine Türme gemacht. Schließlich hätte er auch einfache Häuser oder gar Tempel oder Pyramiden erschaffen können. Aber er hatte hohe Türme gewollt. Jäh durchschnitt eine Stimme seine Gedanken. Verwundert blickte Kim zu dem Offizier mit dem Megafon in der Hand. Der Mann lugte aus einem der Panzer heraus und schrie auf amerikanisch: „Who are you? Identify you!“ „Herr“, sagte Raik leise. „Was wollt Ihr tun? Weshalb wolltet Ihr hierher kommen? Sie können dem Turm ohnehin nichts anhaben. Weshalb also habt Ihr Euch gezeigt?“ Kim schloss die Augen. Und gab ein leises, aber ebenso böses, Lachen von sich. „Ich werde es dir zeigen, Raik.“ Kim öffnete die Augen. Es waren die Augen eines Dämons. Glutrote Augen. Dann geschah es ganz schnell.
In seiner Hand formte Kim eine winzige Kugel vollgefüllt mit purer Magie. Und lenkte sie, dass sie wie ein Blitz aus seiner Hand schoss und den Panzer frontal traf. Der Mann mit dem Lautsprecher hatte noch Zeit einen kurzen, spitzen Schrei von sich zu geben – ehe der Panzer explodierte. Eine Stichflamme schoss empor. Der Panzer zerschellte wie eine Glaskugel und seine verkohlten Einzelteile verteilten sich auf der Wiese. Die unter der Hitze langsam ausdorrte. Nun brach endgültig die Panik aus.
„Shoot! SHOOT!!!“, brüllten viele Stimmen hysterisch. Die Soldaten, die Waffen schon vorher fest und zielbereit umklammert, schossen, ohne überhaupt richtig zielen zu können. Zu groß war das plötzliche Grauen. Auch die Soldaten in den Panzern schossen. Sogar die Helikopter in der Luft. Es regneten aber und aber tausende von Metallkugeln aller Größen auf sie hernieder. Die Frau, Kate, erschrak und musste sich die Hand vor den Mund halten um nicht um ihr Leben zu schreien. Doch Raik zuckte nicht mit der Wimper. Was Kim beeindruckte. Gewiss, diese Waffen waren nichts. Mit so etwas konnte man ihn nicht besiegen, noch nicht einmal ein Haar krümmen, doch er hätte nicht gedacht, dass es jemanden gab, selbst unter seinem eigenen Gefolge, der so von seiner Macht überzeugt war, ohne sie je mit eigenen Augen gesehen zu haben. Ein magischer Schild, den Kim erschaffen hatte, schütze sie vor dem Kugelhagel. Die Geschosse prallten auf den durchsichtigen Schutzwall – und wurden von ihm verschluckt. Wie ein schwarzes Loch. Der Kugelhagel hatte nicht aufgehört, die Menge war zu aufgebracht um überhaupt zu bemerken, dass ihr Angriff nicht den geringsten Effekt erzielte – da verdunkelte sich der Himmel über New York. Von einem Moment auf den anderen. Blitze schossen aus der Finsternis. Direkt in die ausgestreckte Hand Kims. In die Magiekugel in seiner Hand. Es war eine Kugel aus reiner violetter Magie. Die Soldaten stellten ohne jeglichen Befehl das Feuer ein. Sie konnten nicht fassen, was sie mit eigenen Augen sahen. Dieses Gebilde aus Licht und Dunkelheit. Ein Soldat ließ die Waffe sinken und nahm seinen Helm vom Kopf. Seine Augen waren weit aufgerissen, in seiner Iris spiegelte sich das Licht wieder. „My God!“, sagte er.
Die Kugel brach auf und entließ ihre Kraft. Wie Sternschnuppen schossen die Energiebündel heraus. Doch es war nicht mehr wie vorher. Diese Energie bestand nicht nur aus vier Bündeln, wie bei Ganon, sondern aus unzählbar vielen. Denn Kims Macht war größer. So schön sie war, so vernichtend war die Energie. Jede Kugel, die die Erde berührte, zerstörte, verbrannte, eliminierte alles um sie herum…

Lin erschrak sich fast zu Tode als sie ihr eigenes Bild im Spiegel sah. Nicht wie sie aussah, sie sah erstaunlich normal und gesund aus. Wie immer halt. Aber, dass sie sich im Spiegel der Damentoilette in Luigis Eisdiele sah, dass ließ sie kurz aufschrecken. Aber daran hatte sie sich mittlerweile gewöhnt. Sie wusste nun, dass sie nur träumte. Das konnte auch unmöglich sein – ihr Bauch fehlte! Das große, schreckliche Ding, das an ihr dran klebte! Sie wusch sich sorgfältig die Hände. Ebenso seriös trocknete sie die Hände am elektronischen Trockner ab und trat zur Tür hinaus, jedoch mit einem großen Seufzer, der fast wie der Schrei einer Kriegerin klang. Ganon erwartete sie bereits, an dem Tisch, an dem sie ihn zu letzt gesehen haben. Nachdem er nun schon alle Basissorten gekostet hatte, wandte er sich den Eisbechern zu. Spagettieis, Fruchtbecher, Eiskaffee, Erdbeershake. Ohne jede Begrüßung, noch sonst irgendetwas, setzte sich Lin ihm gegenüber. „Na los! Fang an!“ Verwundert zog Ganon von seinem Erdbeershake. „Ach was? Plötzlich so voller Begeisterung mich zu sehen?“ Lin biss sich auf die Lippe. „Ich weiß doch sowieso wo unsere Zusammenkünfte enden, also fangen wir gleich an mit den Erinnerungen!“ Ganon leerte sein Glas. „Na, ich weiß ja nicht, vielleicht brauchst du eine Pause.“ Er lachte. „Wer angefangen hat nach meinem Beisein zu verlangen, dem ist es nie gut ergangen.“ „Halt die Klappe! Du bist tot! Du kannst mir gar nichts!“, zischte sie ihm entgegen. „Außerdem…will ich…“ Erneut biss sie sich auf die Lippe und beendete den Satz nicht. Sie merkte wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Ganon stützte seinen Kopf auf die Faust. „Lass mich raten.“, sagte er leichthin. „Wo du nun meine Geburt gesehen hast, willst du auch die meines Sohnes sehen. So ist es doch!“ Lin schwieg. Darum fuhr Ganon fort. „Nun gut, aber fangen wir besser erst bei seiner Zeugung an. Nicht wahr?“ Und als er dieses Nicht wahr aussprach, sah er an Lin vorbei, sodass Lin aus Reflex vermutete, hinter ihr stehe jemand und sich natürlich überrascht umdrehte. Doch hinter ihr stand nicht nur jemand, hinter ihr stand eine völlig andere Welt… Früh am Morgen stand Naboru auf. Wie jeden Tag. Und gähnte erst einmal ausgiebig. Der Armreif funkelte an ihrem Unterarm. Sie legte ihn nie ab. Niemals. Seit den letzten vier Jahren nicht mehr, als Ganon ihn ihr geschenkt hatte. Sie legte ihre Tagkleidung an und wusch sich. So sah jeder Morgen aus. Doch plötzlich wurde dieser Morgen gestört – als Ashanti, ihre kleine Schwester, in ihr Zimmer stürzte. „Naboru, hast du den Herrn gesehen?“, fragte sie außer Atem. „Ist er nicht in seinem Gemach?“
Ashanti schüttelte den Kopf. „Ich wollte ihm doch das Frühstück bereiten und ihn also fragen was er heute zu speisen wünscht, aber ich kann ihn nirgends finden.“ „Vielleicht ist er in den Geistertempel gegangen.“, schlug Naboru vor. Abermals schüttelte Ashanti den Kopf. „Risaku und einige Andere waren dort um zu beten und sie haben ihn nicht gesehen.“ Naboru griff nach ihrem weißen Umhang, im Gehen legte sie sich ihn um. „Dann werde ich ihn suchen!“ Ashanti öffnete den Mund, doch sie war schon verschwunden. Sie verließ die Festung und trat ins Tal hinaus.
Es wunderte sie zu sehen, dass sie nicht alleine war.
Dana stand auf der Brücke und starrte in den Abgrund hinunter. Ihren Fuchs hatte sie an den Zügeln neben sich. Und sie starrte und starrte auf den Fluss, tief unter ihr. „Guten Morgen, Dana!“, rief sie der Frau zu. Doch sie erhielt keine Antwort. Also schritt sie neben die Frau und blickte in den Abgrund. Doch sie konnte beim besten Willen nichts Ungewöhnliches entdecken. „Was ist, Dana? Wieso starrst du in den Abgrund hinunter?“ „Er ist gesprungen, einfach gesprungen…“, flüsterte Dana. „Ich…ich bin in der Steppe gewesen und auf dem Rückweg traf ich Ganon. Er stand genau hier, auf der Brücke… Und bevor ich etwas sagen konnte ist er in den Fluss gesprungen.“ „Dann ist er am Hyrulesee?“, erwiderte Naboru. „Der Fluss mündet doch in den See.“ Dana drehte sich erschüttert zu ihr um. „Ich weiß nicht einmal ob er noch lebt! Er kann doch nicht schwimmen!!! Niemand hier kann das!“ Naboru löste sich vom Abgrund und griff nach den Zügeln des Pferdes. Sie entglitten Danas Finger, die noch immer vom Schock gelähmt war. „Ich leihe mir dein Pferd aus.“, sagte Naboru und stieg schon auf. Das ließ auch Dana erwachen. „Wo willst du hin?“ „Zum See.“, äußerte Naboru, im gespielt ernsten Ton. „Ich fische Ganons Leiche aus dem Wasser.“ Doch Dana fand es alles andere als lustig. „Wie kannst du nur darüber lachen? Wenn er nun tot ist! He, Naboru!“ Naboru war jedoch schon davongeritten.

Es war bereits eine Weile her seit sie das letzte Mal in der Steppe gewesen war und noch länger seit ihrem letzten Besuch am See. Die Zugluft peitschte ihr ins Gesicht. Es war herrlich! Nach der brennenden Sonnenhitze. Der See lag vollkommen ruhig vor ihr. Die Raben, die des Nachts in der Gegend herumflogen und Ausschau nach Beute hielten, schliefen nun in ihren Nestern. Auch die Pumpe des Forschungslaboratoriums des verrückten Alten war zu dieser Tageszeit stillgelegt und saugte kein Wasser ins Becken. Auch der Fischer, der sonst kostengünstigen Angelkurs gab, machte Mittagspause. Naboru stieg vom Fuchs ab und band ihn an das Hinweisschild vor dem Labor fest. Zielgerichtet marschierte sie über die beiden Brücken, die zu der kleinen Insel mitten im See führten. Unter der der Wassertempel der Zoras verborgen lag. Was Ganon anging, so hatte sie sich nicht getäuscht. Er saß tatsächlich vor der Steintafel, auf der das Sonnenaufgangsrätsel eingraviert war. Nackt saß er im Schneidersitz davor. Die Augen geschlossen. Seine Kleider hingen, zum Trocknen, über dem Stein, der einem Grab zum Verwechseln ähnlich sah. Sie wusste selbst nicht, warum sie geahnt hatte, dass er nicht ertrunken war obwohl er nicht schwimmen konnte. Es war einfach ein inneres Gefühl, dass es ihr versichert hatte. Naboru schnaufte abfällig um sich bemerkbar zu machen und nahm ihren weißen Umhang ab. „Mein König, du solltest dich bekleiden, wenn du dich schon an so einem öffentlichen Ort befindest.“ Sie legte ihm den Mantel um die Schultern. Ganon öffnete die Augen und sah in die Ferne, mit glasigem Blick. Naboru seufzte laut und ließ sich neben ihm zu Boden. Sie betrachtete Ganon von der Seite, er rührte sich nicht. Sie spielte mit dem Armreif. Er passte ihr endlich und fiel nicht mehr vom Handgelenk. „Weißt du, es ist nun vier Jahre her, seit du ihn mir geschenkt hast.“, durchbrach sie die Stille. Ganon antwortete nicht, er sah weiter zu den Bergen, die weit draußen gen Himmel ragten. „Ich kann mich noch genau an die Jahre davor erinnern. Wie wir gelacht haben und einen Streich nach dem anderen ausgeheckt. Und an die Strafen, die wir dafür bekamen.“ Sie musste kichern. „Es war die schönste Zeit in meinem Leben.“ Nun hielt sie ihm ihren Arm mit dem Armreif direkt vors Gesicht. „Schau mal, er passt endlich! Er rutscht nicht mehr ab…Weißt du warum ich ihn trage?“ Noch immer antwortete Ganon nicht. „Weil er mich an den Tag erinnert, als dieser Junge gestorben ist.“ Noch kurz hielt sie inne, dann, als sie von Ganon keine Reaktion erhielt, senkte sie den Arm wieder. „Was ist bloß mit dir geschehen, Ganon? Sag mir was passiert ist, als du gesagt hast, dass du eine Stimme hörst. Was hat dich so verändert?“ In diesem Augenblick, Naboru registrierte es nicht einmal so schnell, packte er ihren Arm. „Ich brauche einen Nachkommen!“, sagte er ohne den Blick von den Bergen zu nehmen. Naboru war von dem abrupten Themenwechsel vollkommen verwirrt. „Was?“ „Ich brauche einen Sohn!“, wiederholte er.

Sie griff nach seiner Hand und versuchte seine Finger zu lösen. „Du darfst doch gar keine Kinder zeugen, so schreibt es das Gesetz der alten Zeit vor!“, entgegnete sie und zerrte an seinen Fingern. Nun schließlich löste sich sein Blick von der Ferne und sah sie an, sah ihr direkt in die Augen. „Dann breche ich es!“ In ihr explodierte eine Welle purer Panik, doch sie weigerte sich, sich das einzugestehen. Sie hatte vor Ganon nie Angst gehabt! „Mir doch egal!“, fuhr sie ihn an. „Dann such dir doch Eine mit der du deinen Spaß haben kannst! In Hyrule haben sie bestimmt jede Menge Bordelle! Und so willkommen wie du dort bist!“, ironisierte sie. Naboru zog und zerrte um ihren Arm frei zu bekommen. Doch Ganons Finger gaben einfach nicht nach. „Es geht mir nicht um die Befriedigung meiner Gelüste – ich brauche ein Kind – einen Sohn!“ Mit einer Handbewegung riss er sich den Umhang ab und warf sie rücklings auf den Boden. Jetzt brach die Panik aus Naboru heraus! Sie zerrte, schlug, kratze und trat um sich. Und sie schrie mit zitternder und hysterischer Stimme: „Ganon, hör auf mit dem Mist! Ganon hör auf! HÖR AUF!“ Ganon war über ihr und drückte mit einer Hand ihre beiden Handgelenke über ihrem Kopf zu Boden. „Ich habe mir dich ausgesucht! Du sollst meinen Sohn gebären!“ „Nein, Ganon!“ Ihr schossen die Tränen in die Augen. Sie hatte solche Angst. „Ich habe das erlaubte Alter noch nicht erreicht! Ich bin noch keine Frau! Das darfst du nicht, Ganon!“ Sie weinte und schrie und schrie und weinte. „Hör auf dich zu wehren!“ Er befahl es richtig. Mit gefühlsloser Stimme. Panisch versuchte Naboru ihre Hände zu befreien. Und ihre Beine kämpften mit aller Macht. Doch es half nichts, Ganon war der Stärkere von ihnen. Sie hatte nicht genug Kraft ihm etwas entgegenzusetzen. Schon lange nicht mehr war sie die Stärkere. „Bitte nicht!“, flehte sie. „Tu das nicht, Ganon! Bitte!“ Die Tränen flossen ihr über die geröteten Wangen… Und dann war da wieder die Eingangstür zur Eisdiele. So schnell, dass Lin schwindelte. Ihr war speiübel. „Oh, Gott!“, entfuhr es ihr. Sie legte sich die Hand auf den Mund. Wortlos erhob sich Ganon und begann den Tisch abzuräumen. Dieses Mal war sie nicht von selbst aufgewacht, doch sie wünschte, sie wäre es! Es war so schrecklich. Naboru…das…das hatte Lin doch nicht ahnen können! Sie war so durcheinander. „Naboru…sie tut mir so leid!“, schluchzte Lin. Sie versuchte die Tränen zu unterdrücken, die langsam ihre Augen füllten. Ganon klatschte den feuchten Lappen auf den Tisch. Das Wasser spritze, er hatte ihn nicht ausgedrückt. „Spar dir dein Mitleid. Heb es lieber für dich selbst auf.“, sagte er kalt. „Wie konntest du so etwas nur tun?“, warf Lin ihm vor. „Du…du hast sie doch…“ Ihr blieb das Wort in der Kehle stecken. „Ach ja? Was habe ich?“, lachte Ganon. „Ich glaube du lässt diesem Wort zu viel Bedeutung zukommen. Ich habe getan was ich musste und das reicht als Rechtfertigung. Langsam solltest auch du das akzeptieren, dass das was wir tun für dich nicht verständlich sein kann.“ „Du redest wie eine Maschine!“, sagte Lin fassungslos. Ganon ließ den Lappen fallen und fixierte sie mit amüsierten Augen. „Nein. Ich rede wie eine Marionette!“ Lin erhob sich. „Ich verstehe das alles nicht!“ „Das macht nichts. Es ist ohnehin egal. Aber wir sollten fortfahren!“ Mit diesen Worten nickte Ganon ihr zu. Um sich zu beruhigen, schloss Lin die Augen. Nur kurz. Damit sie tief einatmen konnte. Als sie die Augen wieder öffnete, da wusste sie schon, dass sie im Geistertempel war… Ganon stand da.

An der Wand gelehnt und starrte auf die große Tür, die zum Kreissaal führte. Fünf Monate waren vergangen, seit er… Vor elf Stunden hatten die Wehen eingesetzt und nun stand er gegen die Wand gelehnt und schaute zu wie die Geburtenhelferinnen in den Raum hasteten und wieder herausrannten. Es war kein gewöhnlicher Aufruhr, wie es ihn bei jeder Geburt gab, nein. Dieses Mal schien Sará, die Hebamme, regelrecht in Panik geraten zu sein. Ganon konnte sie bis hier hinaus schreien hören. Wobei ihre Schreie von Zeit zu Zeit von Naborus übertönt wurden. Sie musste Höllenqualen durchstehen. Er konnte sich vorstellen was Naboru in diesen Augenblicken durchstehen musste. Schließlich bekam sie sein Kind. Seinen Sohn. Ein Kind, das so mächtig war, dass es sogar seine Kräfte überstieg. Darum hatten auch die Wehen so früh eingesetzt, schon nach fünf Monaten. Das Kind war durch seine gewaltigen magischen Kräfte extrem schnell herangewachsen. Aber an das Kind dachte er im Moment gar nicht. Seine Gedanken – und Gebete – galten allein Naboru. Sie war stark genug um die Geburt zu überleben, das redete er sich immer wieder ein. Er hatte schon die Richtige gewählt! Sie war schon immer ein starkes und furchtloses Mädchen gewesen – und jetzt war sie eine starke Frau, die überlebte! Es musste einfach so sein! Schon wieder rannte eine hysterische Helferin heran. Sie verbeugte sich flüchtig und stürzte durch die Tür. Langsam aber sicher wurde sogar er nervös. Das Schreien Naborus wurde lauter. Er stieß sich von der Wand ab und fing an den Gang auf und abzulaufen. Er brauchte Bewegung um seine überschüssige Energie, die die Nervosität ihm verlieh, aufzubrauchen. Jetzt war es endlich so weit, das nächste Puzzlestück des Planes wurde soeben geboren. Ein weiteres Stück für die Rache der Shjra. Die Schreie erstarben abrupt. Ganon sah auf, zur Tür. Nichts regte sich. Es war absolut leise geworden. Mit pochendem Herzen schritt er den Gang entlang um sich an seinem alten Platz zu gesellen. Um sich gegen die Wand zu lehnen und abzuwarten. Leise ging die Tür auf. Er hatte nicht lange warten müssen. Sará, die Hebamme, trat heraus. Mit einem Bündel, in weißen Tüchern eingewickelt, das sie fest an ihre Brust gedrückt hielt. Erneut stieß er sich von der Wand ab. „Das war die schlimmste Geburt, die ich je erlebt habe!“, stöhnte sie. „Naboru hatte so hohes Fieber, dass ich dachte sie fängt gleich Feuer! Und sie hat so stark geblutet!“ Auch Sará keuchte vor Erschöpfung. „Ich habe schon fest damit gerechnet, dass sie stirbt! Es war…“ „Das interessiert mich nicht!“, zischte er ihr entgegen. Sará starrte ihn mit Entsetzen an. „Wie kannst du so kalt sein! Du bist doch derjenige, der sie geschwängert hat! Hast du nicht einen Funken Reue in dir?“ „Ist das der Säugling?“, überging Ganon sie und deutete auf das weiße Bündel. Jetzt stiegen selbst Sará die Tränen in die Augen. „Ja…es ist ein Junge, wie du sagtest. Er ist genauso leise zur Welt gekommen wie du, nicht einen Laut hat er von sich gegeben. Allerdings scheint er nicht ganz gesund zu sein, ich weiß nicht…er hat eine Krankheit, die ich nicht kenne. “ Sie sah auf das eingewickelte Bündel herab. „Aber ich begreife einfach nicht, wie ein menschliches Kind so früh auf die Welt kommen kann.“ Ganon verschränkte die Arme vor der Brust. „Gib ihn Naboru und richte ihr aus, dass ich ihn in zwei Jahren abholen komme. Solange soll sie sich um ihn kümmern!“ Er wollte gehen, doch Sará hielt ihn zurück. „Du willst gehen? Du hast deinen Sohn nicht einmal angesehen! Nimm ihn nur dieses eine Mal! Zeig, dass in dir noch Gefühle sind! Bitte!“ Sie hielt ihm das Bündel hin. Doch er sprang zurück und hob die Arme schützend vor das Gesicht. „Nein!“, schrie er. Sará erstarrte mitten in der Bewegung. „Hast du Angst, Ganon? Fürchtest du dich vor deinem eigen Fleisch und Blut?“ „Übergib ihn seiner Mutter!“, keuchte Ganon und wandte sich ab. „Und sag es ihr!“ Ohne einen letzten Blick verließ er den Gang und ließ Sará zurück.


Zwei Jahre später – hielt Ganon sein Versprechen. Zwei Jahre war er weg gewesen um sein Vorhaben genau zu planen. Und sich vorzubereiten. Jetzt war er bereit. Er musste nur noch seine Waffe abholen, seinen Ton, den es zu formen galt. Schon als er ins Tal eintrat wehte ein kalter Wind den Weg entlang. Es war früh am Morgen. Nur wenige Frauen hielten vor der Festung Wache. Er lenkte sein Pferd den Pfad hinauf. Als die Frauen ihn sahen zückten sie als erstes ihre Speere, doch als er abfällig die Nase rümpfte und jeder einzelnen in die Augen blickte, erkannten sie ihn und fielen auf die Knie. „Willkommen zurück, Herr!“, riefen sie im Chor. Eine Frau verschwand sofort in der Festung. Mit einer majestätischen Bewegung glitt er vom Rücken seines Rappen herab und drückte einer Kriegerin die Zügel in die Hand. „Versorge das Pferd!“ Die Frau nickte und erhob sich. Ehe er noch etwas sagen konnte stürzte die Frau wieder heraus – gefolgt von Dana. Sie stürzte auf ihn zu und starrte ihn an. „Bist du das, Ganon?“, fragte sie ungläubig. „Bist du zurückgekehrt?“ „Wo ist Naboru?“, entgegnete er mit kalter Stimme. Sie griff nach seiner Hand, doch er befreite sich mit einem Ruck. „Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn du jetzt zu ihr…“ „Wo ist sie?“, fragte er lauter. Dana fuhr zusammen und wich zurück. „In ihrem Zimmer…“ Ganon setzte sich schon in Bewegung. Er wartete gar nicht auf sie. Auch die Gerudos in der Festung fielen auf die Knie als er ihnen begegnete. Es interessierte ihn nicht. Er kannte den Weg zu ihrem Zimmer auswendig. Und er öffnete die Tür ohne anzuklopfen. Er riss sie regelrecht auf. Die junge Frau, Naboru, sprang erschrocken auf die Beine. Und starrte ihn erschrocken an. Den Kamm fest umklammert. Auch Dana erschien im Türrahmen, doch er stieß sie zurück und knallte die Tür hinter sich zu. Naboru blieb wie angewurzelt stehen, unfähig sich zu rühren. „Ganon…“, entwich es schwach ihren Lippen.
Er ließ seinen Blick im Raum schweifen. Es sah aus wie das einfache Schlafgemach eines Mädchens. Nichts wies darauf hin, dass auch ein kleiner Junge hier wohnte. Nur das weiße Tuch, sorgfältig auf das Bett gelegt, verriet es. Er musste darüber grinsen. Langsam, die Solen seiner Stiefel klapperten auf dem Stein, schritt er auf sie zu. Naboru stand noch immer da und starrte ihn an. Sie war schön geworden. Eine richtige Frau. Der Körper wohlgeformt und dennoch schlank. Die Augen von den Schmerzen vor zwei Jahren tiefgründig und ernst. Die feuerroten Haare fielen geschmeidig um ihre Schultern. Sie war anziehender als jemals zuvor. Aber ebenso hatte sie Angst vor ihm. Er konnte es regelrecht riechen. Ganon nahm ihr den Kamm aus der Hand und drückte sie wieder auf den Hocker zurück, auf dem sie noch vor kurzem gesessen hatte. Sie fuhr zusammen als er die Hand hob, doch er ließ nur den Kamm durch ihre Haare gleiten. Er kämmte ihr das Haar. Naboru spielte nervös mit dem Armreif an ihrem Handgelenk. Die Rubine funkelten. „Du trägst ihn also noch.“, sagte Ganon. „Auch nach der ganzen Zeit.“ Sie antwortete nicht also fuhr er fort: „Du bist wunderschön geworden. Ich hatte ganz vergessen wie begehrlich du bist.“ „Spar dir deine Schmeicheleien!“, sagte sie ernst. „Was willst du?“ Ganon lachte. „Nun, ich hätte es vorgezogen wir näherten uns diesem Thema etwas langsamer, aber wenn du keine Geduld mehr hast – ich bin hier um mir meinen Sohn zu nehmen!“ Naboru schwieg, ihre Hände ruhten auf ihren Oberschenkeln. Sie sah nicht auf. „Wo ist er?“, drängte Ganon. „Ich habe ihn nirgendwo in der Festung ausmachen können! Ist er im Geistertempel?“ „…nein…“, antwortete sie langsam.

„Wo ist er dann? Antworte!“, fuhr Ganon ungeduldig fort. Lange schwieg Naboru. Die Stille lag auf ihnen wie ein schwerer Schleier. Er konnte die Unruhe in Naboru fühlen und wurde misstrauisch. Etwas stimmte nicht. Dann sagte sie die Wahrheit. „Er ist nicht mehr im Gerudotal – nicht einmal in Hyrule! Ich habe ihn weggegeben, als er nicht mehr gestillt werden musste!“ Ganon stoppte mitten in der Bewegung. „Ich tat es um ihn vor dir zu beschützen!“, sprach sie weiter. „Ich wollte nicht, dass er dir in die Hände fällt. Mein Sohn soll nicht so werden wie du!“ Für einen kurzen Moment schien die Zeit stillzustehen. Als hätte unsichtbares Eis das Gerudotal eingefroren. Plötzlich knallte Ganon den Kamm auf die Kommode. Der Kamm war zerbrochen. Er packte sie an den Haaren und sie schrie in Panik auf. Er legte seine Hand auf ihren Mund und kam ihrem Gesicht ganz nahe. Seine Lippen flüsterten: „Hab keine Angst vor mir, ich tu dir nicht weh…“ Seine Hand fuhr sachte durch ihre Haarsträhnen. Sie zitterte am ganzen Körper vor Furcht. Er lachte ihr leise ins Ohr und küsste sie auf die Wange. „Aber das war sehr dumm von dir! Du kannst vor mir nichts verbergen was mir von Anfang an gehört. Ich finde ihn und dann werde ich die Leute, denen du meinen Sohn anvertraut hast, für deine Torheit bestrafen!“ Er zog seine Hände zurück und lachte weiter. Naboru war ganz bleich geworden. Sie griff nach seiner Hand. „Nein, Ganon!“ Er legte seine Hand auf ihre Wange. Sie hatte noch immer Angst. „Du warst schon immer ein gutgläubiges und einfältiges Mädchen, Naboru. Es wird zeit, dass auch du dies erkennst!“ Er verließ das Zimmer und spürte ihren Blick in seinem Rücken.

Zum 10. Kapitel


by Kim